Kategorien-Archiv Physik – Aktuelles

VonDavid Spiesser

Obertongesang

Obertongesang ist ein Gesang, wo man aus dem „normalen“ Singen Töne, die man normalerweise nicht hört, herausfiltert.

Sie hören sich an wie ein hohes Pfeifen, jedoch nicht wie das Pfeifen, dass man mit gespitzten Lippen macht. Es ist klarer, reiner und durchdringender. Man kann damit auch alleine zweistimmige Melodien „singen“, wie in Musik aus der Mongolei (Tuva).

Es ist nicht einfach, solche Töne herauszufiltern, aber man kann es erlernen durch bestimmte Übungen. Das taten wir dieses Schuljahr immer montags im Kurs von Herrn Hoffmüller.

VonDavid Spiesser

Museumstag der 7. Klassen

Vor den Osterferien ins Museum – zumindest für alle  Siebtklässler, die nicht mit der Chor und Orchesterfahrt oder einem Austausch unterwegs waren. Nach kurzem Spaziergang entlang der schönen Isar betraten 117 Siebtklässler das Deutsche Museum mit den begleitenden Lehrkräften Frau Fellner, Herr Hoffmüller, Herr Kneuper, Herr Weis und Herr Wollers sowie einigen unserer neuen Referendare. In einer wilden Museums-Rallye durch alle Winkel des riesigen Komplexes wurden viele wirklich unbekannte Ecken des Museums erkundet. Wer kennt schon die neue Tiefsee- Ausstellung, die Parkettierungen im Mathematischen Kabinett, den Standort des Kohlebaumes oder den Sonnenuhrengarten? Zumindest nun unsere Siebtklässler.

Nach großer Museumsrunde und kniffliger Rätselei stand das siegende Team mit der schnellsten Lösung fest: Alexandra, Laura und Chiara aus der 7a!

Besonders bemerkenswert: Von den 10 Schülern der drei erstplatzierten Teams waren neun Mädchen.

D. Wollers

VonDavid Spiesser

Luitpold-Gymnasium mit Schulmitgliedschaft

Seit Oktober hat das Luitpold Gymnasium auf Betreiben der Fachschaft Physik eine Schulmitgliedschaft im Deutschen Museum München. Diese Schulmitgliedschaft erlaubt es bis zu drei Gruppen beliebiger Größe gleichzeitig das Deutsche Museum und alle seine Außenstellen kostenlos zu besichtigen.

Da das Deutsche Museum sich nur einen schönen Isarspaziergang entfernt von unserer Schule befindet, haben bereits zahlreiche Klassen von dem Angebot Gebrauch gemacht.

Auch die Klasse 10d konnte so als Ergänzung des schulischen Physikunterrichts spannende Zeit in der Mechanik-Abteilung der Physik verbringen und historisch und didaktisch anschaulich Physik erfahren.

Sicher können von den zahlreichen Abteilungen und Ausstellungen nicht nur die MINT Fachschaften profitieren, auch für viele andere Fächer ist das Deutsche Museum lohnendes Unterrichtsziel und der Besuch ist nun noch einfacher!                                          Für die FS Physik    D. Wollers

VonDavid Spiesser

LPG ad Astrium

Nein, nicht mit Latein zu den Sternen – mit Herrn Gruber zu der europäischen Satellitenschmiede aus Ottobrunn. Die zum EADS Konzern und damit zur bekannten Airbus Industries gehörende Firma Astrium baut direkt vor den Toren Münchens als Weltmarktführer mit an Satelliten und produziert Hightech Solarzellen und in größter Präzision. Beindruckende Fertigungshallen und Reinräume, Raketentriebwerke und große Brainpower durften ausgewählte Schüler der Q11 und Q12 im Herbst auf Vermittlung von Herrn Gruber besichtigen. Schon die Vorstellung der Entwicklungszweige der Firma durch zwei ausgewiesene Experten faszinierte sehr, die anschließende Führung durch die Fertigung beeindruckte auch.

D. Wollers

VonDavid Spiesser

LPG am MPQ

Die Schülerinnen und Schüler des Physikkurses der Q12 hatten Anfang des Schuljahres die besondere Gelegenheit, das Max Planck Institut für Quantenoptik in Garching zu besuchen. Im Schoollab dieser internationalen Spitzenforschungsstätte konnten unsere Schüler Laserphysik selbst erfahren und mit anspruchsvollen Apparaturen selbst hantieren. Unter fachkundiger Anleitung der Physikerin Silke Stähler-Schöpf und mit entsprechender Ausstattung  konnten die Schülerinnen und Schüler an den Stationen des Schoollabs mit verschieden Lasern experimentieren. Die ausführliche Laborführung durch zahlreiche Labore des Instituts für Quantenoptik vermittelte einen guten Eindruck, wie aufwendig, anspruchsvoll und groß Experimente werden können, bei denen kleinste Quantenobjekte erforscht werden.

D. Wollers

VonDavid Spiesser

Bericht von der 62. Nobelpreisträgertagung in Lindau

Auf Einladung der Stiftung und des Kuratoriums für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau durfte ich Anfang Juli als einer von 20 Lehrern aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz an der 62. Nobelpreisträgertagung teilnehmen.

Gespannte Erwartung herrschte auf der ganzen Insel, jeder Träger der offiziellen Akkreditierung wurde aufmerksam beäugt – so begegnete ich auf den Straßen der Altstadt Carlo Rubbia, dem Entdecker der W- und Z-Bosonen, und Ted Hänsch, der nicht nur selbst Preisträger ist, sondern dessen Arbeiten auch grundlegend für mehrere andere Nobelpreise auf unterschiedlichen Gebieten waren.

Und natürlich trug ich dann mit großem Stolz meine eigene Karte (und die offizielle Tasche!), die mir den Zugang zu einem großartigen Programm sicherte:

Am Vormittag hörte ich die Lectures von Brian P. Schmidt (Nobelpreis Physik 2011), „Observations, and the Standard Model of Cosmology“, John C. Mather (Nobelpreis Physik 2006), „Seeing Farther with New Telescopes“, George F. Smoot (Nobelpreis Physik 2006),  „Mapping the Universe in Space and Time“, Paul J. Crutzen (Nobelpreis Chemie 1995), „Atmospheric Chemistry and Climate in the Anthropocene“, Mario J. Molina (Nobelpreis Chemie 1995), „The Science and Policy of Climate Change“, Ivar Giaever (Nobelpreis Physik 1973), „The Strange Case of Global Warming“ und von Hartmut Michel (Nobelpreis Chemie 1988), „Photosynthesis, Biomass, Biofuels: Conversion Efficiencies and Consequences“.

Viele Luitpold-Schüler werden sich noch daran erinnern, wie wir in eben erst aufgenommenen Bildern des PS1-Teleskops auf Hawaii nach kleinen, sich vor dem Fixsternhintergrund bewegenden Objekten, also nach Asteroiden gesucht haben, und auch fündig wurden: So ähnlich haben die Teams des Nobelpreises 2011 nach “neuen Sternen”, nach “Supernovae” gesucht, viel weiter weg und viel lichtschwächer, aber das Prinzip war das gleiche! Und auch die Schwierigkeit: Sie und wir waren darauf angewiesen, dass andere Großteleskope schnell und spontan Folgebeobachtungen durchführten, weil man eben für neue Entdeckungen nicht im Vorhinein Beobachtungszeit reservieren kann! (Übrigens ist unser Global Hands-On Universe-Projekt durch eben jenen Carl Pennypacker begründet worden, der zusammen mit Saul Perlmutter das Supernova Cosmology Project ins Leben rief.)

Persönlich bewegte mich am meisten der Vortrag von Paul Crutzen, der eindringlich die dramatische Veränderung unserer Erde durch den Menschen im Laufe der letzten Generationen vor Augen führte. Ein neues Zeitalter, geprägt durch vom Menschen verursachtes Massenaussterben von Arten, Zerstörung der Ozonschicht, Erosion, Klimawandel: das Anthropozän. “We could do so much better.”

Kaffeepausen verbrachten wir im Gespräch mit Journalisten, ebenso die anschließende Busfahrt auf österreichisches Gebiet zum Hafen Hard, wo schon der Schaufelraddampfer Hohentwiel, das älteste Passagierschiff am Bodensee, auf uns wartete.

Beim Mittagessen an Bord und auf der anschließenden Rundfahrt war Gelegenheit zum Austausch untereinander und mit Prof. Dr. Harald zur Hausen (Nobelpreis Medizin 2008). Ein fachdidaktischer Vortrag von Klaus-Peter Haupt, Leiter des Schülerforschungszentrums Nordhessen, zeigte, was ich auch am Luitpold-Gymnasium München oft erfahren habe: Welche Einsatzbereitschaft, welchen Ehrgeiz, welche Kreativität Schülerinnen und Schüler entfalten, wenn sie eine herausfordernde, selbstgewählte Aufgabe in einem offenen, unterstützenden Rahmen bearbeiten.

Ich danke unserem Schulleiter Herrn OStD Bernd Hieronymus, der mich für diese Auszeichnung vorgeschlagen hat, Herrn Prof. Dr. Manfred Prenzel für die Nominierung sowie dem Council for the Lindau Nobel Laureate Meetings für die Auswahl.

Vor allem aber danke ich all den Schülerinnen und Schülern, die in den letzten Jahren mit so großer Begeisterung und fantastischem Einsatz großartige Projekte realisiert und damit für das Fach Physik und für unser Luitpold-Gymnasium Ehre eingelegt haben.

J. Hoffmüller

VonDavid Spiesser

LPG IS CALLING THE ISS

Am 17. März 2011 war es nach über einem Jahr Planung und Vorbereitung erfolgreich vollbracht, das spektakulärste Projekt in diesem Schuljahr am LPG: 20 Schülerinnen und Schüler sprachen live über Funk mit dem Astronauten Paolo Nespoli, während dieser in der Internationalen Raumstation ISS mit 28000 km/h über München hinwegflog.

Im Rahmen des W-Seminars „Aufbruch ins All – Weltraumfahrt“ unter der Leitung von Herrn Hoffmüller bewarb sich das LPG erfolgreich bei den Weltraumorganisationen NASA und ESA. Das 15 köpfige Team dieses Kurses und die physikalische Projektgruppe aus Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 8 bis 11 kümmerte sich mit Unterstützung engagierter Funkamateure vom DARC (Deutscher Amateur Radio Club), allen voran Herrn Michael Lowack (DK1KC), um den höchst anspruchsvollen Aufbau und Betrieb einer Funkstation auf dem Dach der Schule, die leistungsstark genug sein sollte, um mit computergesteuerter Antennennachführung und vielfachen Backup- und Sicherheitssystemen die bis zu 2000 km Entfernung zur ISS zu überbrücken. (Zum Vergleich: Ein Handy kommt bestenfalls wenige km bis zum nächsten Sendemast!)

VonDavid Spiesser

Sonstiges

 Entropie

Irreversibilität, Entropie und die Richtung der Zeit: Videoprojekt der Klasse 8c (2007/08), Gewinner des Jugendsoftwarepreises 2009

www.lpg.musin.de/physik/geheimnis-zeit

 2. Keppler

Zweites Keplersches Gesetz – Vollziehe den Beweis Newtons aus „Philosophiae naturalis principia mathematica“ selbst mit dynamischen Arbeitsblättern nach: Unter Wirkung einer beliebigen Zentralkraft überstreicht der Fahrstrahl in gleichen Zeitabschnitten gleiche Flächen. (GeoGebra, ohne Differentialrechnung).

www.lpg.musin.de/physik/flaechensatz

 3. Keppler

Drittes Keplersches Gesetz – Leite die Formel für die Zentripetalkraft mit dynamischen Arbeitsblättern selbst her. Sieh dann, wie uns Newton mit seiner Mondrechnung vom Gravitationgesetz überzeugt und warum dann für alle Planeten des selben Zentralkörpers T2/r3 den gleichen Wert hat:

Unterrichtskonzept mit allen benötigten Dateien

 harmon. Schwingung

Harmonische Schwingung – Leite die Formel für die Schwingungsdauer einer Harmonischen Schwingung mit einem dynamischen Arbeitsblatt selbst her. Keine Kenntnisse aus der Differentialrechnung nötig! (das Unterrichtskonzept mit allen benötigten Dateien; vorläufig als zip-Archiv)

VonDavid Spiesser

LPG-Schüler finden Asteroiden!

Und so erhalten seit Oktober 2010 Schülerinnen und Schüler des Luitpold-Gymnasiums München exklusiv Himmelsaufnahmen des brandneuen Großteleskops PS1 auf dem Mount Haleakala auf Hawaii (Bild oben!), meist direkt am Tag nach der Beobachtungsnacht, und suchen darin nach Objekten, die sich vor dem Fixsternhintergrund bewegen, aber noch nicht bekannt sind. Und sie wurden bereits mehrfach fündig! Ein Beispiel, entdeckt von Philipp Hellwig (Q11) und bereits mit dem vorläufigen Namen „2011 HR24“ versehen, sehen Sie hier:

 (Die grauen Felder gehören zu Maskierungen, die vor der Weitergabe der Daten von den US-amerikanischen Sicherheitsbehörden automatisch über die Bilder gelegt werden, um Enttarnungen militärischer Objekte zu verhindern.)

Entdeckungen werden sofort über die International Astronomical Search Collaboration (IASC) an das Minor Planet Center gemeldet, das die zentrale Bahndatenbank aller bekannten Kleinkörper in unserem Sonnensystem verwaltet und Neuentdeckungen bestätigt.

Wenn durch Folgebeobachtungen die Bahn genau genug bestimmt wurde (das ist nicht einfach und kann mehrere Jahre dauern), bekommt der neue Asteroid seinen endgültigen Namen von den Entdeckern.

Herzlichen Glückwunsch allen erfolgreichen Asteroidenjägern!

J. Hoffmüller

VonDavid Spiesser

Sieg der Projektgruppe „Lichtlabor“ im Finale!

Die physikalische Projektgruppe des Luitpold-Gymnasiums München siegte im Finale des Schüler-Teamwettbewerbs für Naturwissenschaft und Technik „Vision-Ing 21“ mit ihrem Projekt „Ein Lichtlabor im Koffer„.

Das Finale fand am 09. Juli 2010 an der Technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg statt.

Mit einer wunderschönen, spannenden, szenisch gestalteten Präsentation im Hörsaal, mit der ersten Projektdokumentation in der Geschichte des Wettbewerbs, die mit der erreichbaren Maximalpunktzahl bewertet wurde, und mit einem ansprechenden, den Besuchern sehr lebendig vorgestellten Stand setzten sie sich gegen eine starke Konkurrenz durch!

Das Team wurde im Anschluss auch auf die internationale Erfindermesse iENA in Nürnberg eingeladen und gewann dort eine Silbermedaille.

Die betreuende Lehrkraft, Herr Hoffmüller, ist stolz auf die Leistung von Philipp Hellwig, Khoi-Anh Dang, Anna Kaplan, Sophie Thurner, Eduard Unterauer, Dariusz Oleksy, Fabian Pieke, Benjamin Schauder, Sven Folkjaer und Lars Wüstrich.