Besuch des W-Seminars „Economics of animals“ am Zentrum für Bionik der TUM

VonDavid Spiesser

Besuch des W-Seminars „Economics of animals“ am Zentrum für Bionik der TUM

Am 18. September, dem Wandertag vom Luitpold, machte sich das W-Seminar Animal Economics auf den Weg nach Weihenstephan, um den Life Sciences Campus der TU München zu besuchen. Dort wartete bereits Prof. Dr. Luksch, der Leiter des Leonardo da Vinci-Zentrums für Bionik, auf uns. Er gab uns eine Einführung in das Thema Bionik (Biologie + Technik = Bionik) und ging näher auf die Forschungsschwerpunkte des interdisziplinären Zentrums ein.

Er präsentierte prominente Beispiele wie die Riblet-Folie, die der Hai-Haut nachempfunden ist und den Strömungswiderstand im Wasser um bis zu 10% senken kann. Anwendungen gibt es da, wo Strömungswiderstand verringert werden soll, wie bei Schiffsoberflächen oder Flugzeugen, um Treibstoff zu sparen, oder Schwimmanzügen, um schneller durch das Wasser zu gleiten.

Bierfest WZW 2017;

Das Zentrum für Bionik beschäftigt sich jedoch nicht hauptsächlich mit Industrieanwendungen, sondern eher mit Grundlagenforschung, so wurde uns von einem Doktoranden gezeigt, wie Klapperschlangen Infrarot sehen können und wie man dies mit einer Spezialkamera sichtbar macht. Wir konnten den beeindruckenden Sinn für Balance einer Boa in Lauerposition nachvollziehen und haben einen Einblick in weitere Phänomene der Tierwelt bekommen.

Damit Grundlagenforschung nicht gratis für die Industrie erfolgt, sondern auch in Einnahmen für die Universitäten mündet, ist das Thema Patentschutz sehr wichtig. Ebenso ist für die Öffentlichkeit die Transparenz bei Tierversuchen entscheidend – hier betonte Prof. Dr. Luksch, dass die Hürden für Versuche mittlerweile sehr hoch sind und nur notwendige Versuche erfolgen. Beide Themen wurden bei der abschließenden Diskussion ausführlich besprochen und wir wurden mit dem Angebot verabschiedet, jederzeit bei Fragestellungen, die sich bei den Seminararbeiten ergeben, zu ihm und seinen Mitarbeitern den Kontakt suchen können.

 

Peter Kirchhoff

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