Gespräch des W-Seminars „Animal Economics“ im Gespräch mit dem Bayerischen Bauernverband (auf Abstand)

VonDavid Spiesser

Gespräch des W-Seminars „Animal Economics“ im Gespräch mit dem Bayerischen Bauernverband (auf Abstand)

Am 7. Mai trafen sich SchülerInnen der Q11 zum Zoom-Call mit Frau Petra Düring vom Bayerischen Bauernverband, einem Verband mit immerhin 140.000 Mitgliedern, der die Interessen der bayerischen Bauern vertritt. Da wir uns in unserem Seminar auch mit der Haltung und der wirtschaftlichen Verwertung von Nutztieren beschäftigen, war Frau Dürings Perspektive sehr wertvoll, da sie aus der Praxis viele Beispiele und auch wirtschaftliche Notwendigkeiten beleuchtete. So wird beispielsweise die Anbindehaltung, bei der Milchvieh einen Großteil seines Lebens in einer kleinen Stallparzelle gehalten wird, bei mittlerweile 50% der bayerischen Bauern nicht mehr praktiziert. Dennoch wirbt sie um Verständnis für die anderen 50%, die noch nicht umgestiegen sind. Dies hat vor allem wirtschaftliche Gründe: ein moderner Laufstall kostet mindestens 1.000.000 EUR, pro Kuh verschlingt ein Platz im Bau ca. 15.000-18.000 EUR, weswegen gerade viele kleinere Bauern die Investition scheuen, da es bei niedrigen Milchpreisen schwierig ist, diese Ausgaben wieder hereinzuwirtschaften.

Weitere Punkte waren die Leistungen der bayerischen Bauern, die im Durchschnitt Lebensmittel für 155 Menschen produzieren, aber auch kritische Nachfragen zum Thema übermäßiger Antibiotika-Gebrauch in der Tierhaltung. Hier konnte Frau Düring mit Beispielen aus der Praxis und mit dem Verweis auf geltende Gesetze den Rahmen erläutern, in dem sich die bayerischen Bauern bewegen.

Wir danken Frau Düring für Ihren Vortrag und für das Engagement auch weiter den SchülerInnen für Fragen gegenüber offen zu sein!

 

Peter Kirchhoff

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